Platz 1 bei der Challenge Heilbronn

Da ist er endlich – mein erster 1.Platz in einem großen Mitteldistanzrennen.

tri mag HN

Foto: Tri Mag

Und auch mit ein paar Tagen Abstand fühlt es sich noch immer unbeschreiblich gut an, aber auch etwas unwirklich. Ich danke allen, die mir so zahlreich Glückwünsche gesendet haben!

Zum Rennen: Den Schwimmrückstand auf Top-Schwimmerinnen wie Svenja Bazlen, Anja Beranek und Celine Schärer habe ich im Vorfeld eingeplant, sodass mich der vergleichsweise geringe Abstand nicht schreckte. Das Schwimmen verlief bis auf ein paar kleine Prügeleien ganz gut. So stieg ich als 6. Frau aufs Rad und konnte schnell einige Platzierungen gutmachen. Die bergige Strecke durch die Weinberge lag mir besonders gut und so fand ich schnell einen gleichmäßigen Rennrhythmus. Nach 60 Kilometern gelang es mir sogar, die Vorjahressiegern Svenja zu überholen, was mir einen Extraportion Motivation und den 2.Platz im Rennen bescherte.

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Das Glück fuhr als blinder Passagier auf meinem Helm mit – wer entdeckt es? Foto: Marcel Hilger

Dass ich der schwimm- und radstarken Anja Beranek in den ersten beiden Disziplinen noch unterlegen bin, war mir im Vorfeld bewusst. Also versuchte ich ihren Vorsprung so gering wie möglich zu halten, weil ich wusste, dass ich – wenn überhaupt – beim Laufen meine Chance bekommen würde. Als ich in der T2 erfuhr, dass es „nur“ 5Minuten waren, wusste ich, dass es mir mit einem sehr guten Lauf gelingen könnte, nach ganz vorne zu kommen. Von Beginn an lief ich ein möglichst hohes, aber kontrolliertes, Tempo. Im Rückblick kann ich sagen, dass es mir gelungen ist die 21Km wie ein Uhrwerk zu laufen und dabei habe ich mich auch noch gut gefühlt. Diese Leistung macht mich stolz, weil ich im Winter viel an der Verbesserung meiner Laufleistung gearbeitet habe. Das Laufen war bisher eher meine heimliche Lieblingsdisziplin, nun ist es meine sichtbare Stärke.

Getragen von den Zuschauern und Helfern an der Strecke und besonders durch mein Supportteam rund um meinen Trainer Philipp Seipp, das mich regelmäßig mit Splitzeiten versorgte, gelang es mir einen ganz großen Wunsch zu erfüllen: die bis dato führende Anja zu überholen und den Vorsprung bis ins Ziel sogar auf über 3 Minuten auszubauen, sodass mir der Sieg sicher war.

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Foto: Michael Klose

Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl und ein schönes Ende meiner ersten Saisonhälfte. Nun ziehe ich mich für mehrere Wochen ins Training zurück , um in Wiesbaden mit einer noch ein bisschen besseren Form an den Start gehen zu können.

Meine Glückwünsche gehen an Anja und Svenja und meine Teamkollegin Danni Sämmler, die nach einer Krankheit den starken vierten Platz belegte. Bei den Herren hat Andi Böcherer mit einer phantastischen Leistung vor meinen beiden Teamkollegen Michi (Raelert) und Andi Dreitz gewonnen. Ein wirklich gelungenes Wochenende für das Team Erdinger Alkoholfrei und eine tolle Premiere für die Challenge in Heilbronn.

Ich komme wieder!

Bis bald,

Eure Laura