Saisoneinstieg in den USA

Meine Rückkehr liegt nun bereits ein paar Tage in der Vergangenheit, der Jetlag ist verschwunden und ich konnte meine Gedanken und Eindrücke in den ersten ruhigen Trainingseinheiten sortieren.

Rennen alleine in Amerika zu bestreiten, ist gar nicht so leicht.
Je näher die Rennen rückten, desto mehr Unbekannte traten auf. Wie komme ich mit der Zeitverschiebung zurecht? Bin ich tatsächlich bereit für ein Rennen dieses Kalibers? Funktioniert mein Material? Wie finde ich in den Wettkampf nach 8 Monaten Rennpause? Finde ich Trainingsgelegenheiten? Und werde ich während des Rennes irgendwelche Informationen erhalten?
Fragen über Fragen, die mich auf der langen Reise, aber auch in den Tage und Stunden vor dem ersten Rennen, quälten.
Nach durchwachsenem Schwimmen und ordentlicher Radleistung gelang mir eine solide Laufleistung, die mich schlussendlich auf den 7. Rang des 70.3 Oceanside beförderte. Viel mehr als die Splits freute ich mich über das erste Finish inmitten großer Namen der Szene.
Der Restart war also gelungen, wenngleich natürlich noch Luft nach oben ist.

7 Tage und einen Flug später bestritt ich das Rennen in Galveston (Texas), das sowohl von den Strecken als auch vom Klima ganz andere Anforderungen an mich stellte. Noch nicht vollständig erholt, aber ein wenig selbstsicherer konnte ich bereits ein paar Fortschritte machen.
Im Schwimmen gelang es mir den Rückstand in Grenzen zu halten, sodass die Spitze auf dem Rad erreichbar schien. Leider machten mir ganz und gar ungewohnte Krämpfe an diesem Tag das Leben schwer. Sie zwangen mich nach etwa 50 der 90 Radkilometer mein Tempo erheblich zu drosseln und begleiteten mich auch während des Laufes. Umso verwunderter aber glücklich war ich am Ende über den zweitbesten Radsplit des Tages und die Tatsache ins Ziel gekommen zu sein.

Die kommenden zwei Wochen nutze ich nun für den Feinschliff meiner Form, bevor ich nach Mallorca zum 70.3 Ironman aufbreche.

Ich wünsche euch allen einen guten Saisonstart!
Eure Laura