BYE BYE 2016

Nun ist mein letztes Rennen, die Ironman 70.3 WM in Australien, schon fast 3 Monate her. Die Zeit ist wie im Flug vergangen, aber langweilig war mir zum Glück nie.

Nach der WM habe ich eine vierwöchige Saisonpause eigelegt. In dieser Zeit habe ich mich nach Lust und Laune bewegt und mal wieder Dinge getan, zu denen ich sonst kaum mehr komme. So habe ich mich mal wieder in die Kletterhalle gewagt, bin das erste Mal auf Skirollern gestanden und habe einige Trails mit dem MTB genossen. Alle diese Aktivitäten mache ich gerne, nur kommen sie häufig zu kurz. Außerdem kann mein Hund nun wieder ein paar Tricks mehr und einige Menschen haben mein Gesicht endlich mal wieder persönlich vor sich gehabt.

Obwohl die Zeit sehr kurzweilig war, stieg die Vorfreude auf das geregelte Training mit jedem Tag.

img_1048Seit Oktober bin ich wieder fleißig am trainieren. Mein Schwerpunkt liegt in der Winterzeit nochmal ganz klar auf der Verbesserung meiner Schwimmleistung. Bei diesem Vorhaben unterstützt mich Patrick Engel am Beckenrand, der viele meiner Einheiten begleitet. Dies ist eine Neuerung, weil ich bisher viel alleine trainiert habe und die mich bereits in den letzten Wochen nach vorne gebracht hat. Des Weiteren dienen die Wintermonate natürlich dem Grundlagentraining und dem Kraftaufbau, damit ich 2017 eine lange und erfolgreiche Saison haben kann.

Ich testete zudem einen ersten Okklusionsblock (Training unter verminderter Blutzufuhr in den Beinen oder Armen) im Krafttraining. Dieser zweiwöchige Block verlief mit recht viel Schmerzen, aber unter der professionellen Anleitung von Training und Diagnostics aus Zürich und meinem Trainer Philipp Seipp. Das Training war trotz der Strapazen erfolgreich, so kann ich bereits einen  Kraftzuwachs in meinen Beinen verbuchen. Diese Power will ich nun auf die Pedale und Laufschuhe übertragen.

Neben dem Training nutzte ich die Zeit auch für spannende Projekte mit meinen Partnern und den alljährlichen Austausch mit meinen Sponsoren. Was sich im Bereich meiner Sponsoren und Partner für das kommende Jahr verändert, werde ich euch im neuen Jahr an dieser Stelle berichten.

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Das Jahr 2016 war für mich das erfolgreichste Jahr meiner noch jungen Triathlonlaufbahn. Mit drei großen Mitteldistanz Siegen habe ich meine eigenen Erwartungen übertroffen. Mit Platz 3 bei der Ironman 70.3 EM und meiner ersten WM Teilnahme habe ich mich erfolgreich der internationalen Konkurrenz gestellt und wichtige Erfahrungen für meine Weiterentwicklung gesammelt.

Was die Zukunft bringen wird? Sehr viele Menschen sprechen mich auf mein Langdistanzdebüt an.

Ich sehe es zwar auch so, dass Deutschland dringend weiblichen Nachwuchs auf der Langdistanz benötigt, gleichzeitig sehe ich, dass die  Leistungen der Athletinnen, welche Rennen gewinnen, gestiegen sind. Um ein großes LD Rennen zu gewinnen, muss ich richtig schnell sein. Ein verfrühtes Debüt würde diese Entwicklung wohl nicht beschleunigen, eher verlangsamen oder sogar aufhalten.

Obwohl ich als MD Athletin deutlich weniger Aufmerksamkeit bekomme ( siehe auch meine letzte Kolumne im „Finisher Magazin“ – Go long or go home?), halte ich es für richtig, meinen Weg zu verfolgen und mein Potential vorerst auf kürzeren Strecken auszubauen. Somit wird die Geschwindigkeit erneut Vorrang in meinem Training- und Wettkampfplan erhalten.

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Ich möchte diesen Blog nutzen, um mich bei allen zu bedanken, die die Geduld und den Glauben an mich aufbringen und mich auf meinem Weg an die Weltspitze unterstützen und begleiten. Es begeistert mich immer wieder aufs Neue wie viele von euch mich bei den Wettkämpfen anfeuern, mir auf Facebook und Instagram folgen oder meine Homepage besuchen. Dafür danke ich euch von Herzen.

Ich kann mich glücklich schätzen starke, zuverlässige Sponsoren, ein tolles Support Team und den besten Trainer an meiner Seite zu haben. Ganz herzlichen Dank an Euch!

Euch allen wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches, gesundes und spannendes neues Jahr 2017!

Eure Laura