Sieg beim 70.3 Kraichgau – Frühjahrshattrick geglückt!

Ich bin an der Grenze zwischen Odenwald und dem Kraichgau, unweit des Austragungsort Bad Schönborn, aufgewachsen, des halb bin ich mit der Landschaft und ihren tückischen, kurzen Anstiegen bestens vertraut.

Man könnte sogar sagen, dass es mein Heimrennen ist. Aus diesem Grund war ich auch bei meinen letzten Starts besonders traurig, wenn es im Rennen für mich nicht rund lief. Einmal war es eine defekte elektronische Schaltung, das andere Mal hat mir mein Kopf einen Strich durch die Rechnung gemacht.

So lies ich das Rennen im vergangenen Jahr bewusst aus, um es mit etwas Abstand erneut zu versuchen.

Meinen beiden Siege auf Mallorca und in St.Pölten gaben mir Rückenwind und die direkte Vorbereitung verlief ebenfalls vielversprechend. Wenn ich die Tage vor dem Wettkampf dann noch bei meinen Eltern verbringen darf und ich dort entsprechend verwöhnt werde, muss ich eher aufpassen, dass ich nicht zu entspannt in den Wettkampf gehe.

Trotzdem stellten sich die Nervosität und Vorfreude ein, die essentiell für das Abrufen von Topleistungen sind, so dass ich schließlich dem Startschuss am Sonntag früh am Hardtsee entgegenfieberte.

Der Tag versprach, ein echter Sommertag zu werden, so wurde das Schwimmen die einzige Abkühlung des Tages. Unser kleines Damenfeld machte sich um 9:05 auf den Weg, um die 1,9Km zu absolvieren. Ich hatte einen guten Start und konnte mich direkt an der Spitze des Feldes positionieren und meinen eigenen Rhythmus schwimmen. Leider ist mir gegen Ende der Schwimmstrecke ein Fehler unterlaufen. Ich bin als einzige eine zusätzliche Boje vor dem Ausstieg geschwommen, wodurch ich meinen Vorsprung leider wieder verlor.

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Marcel Hilger

Nichtsdestoweniger konnte ich (ja, ich!) noch als erste Frau aus dem Wasser steigen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass die stärksten Schwimmerinnen unseres Sports nicht am Start waren, dennoch freue ich mich sehr über die Verbesserung meiner eigenen Leistung in dieser Disziplin und hoffe diese, auch mit Blick auf die 70.3 WM, noch weiter ausbauen zu können.

Nach kleinen Kompatibilitätsproblemen zwischen Helm und Frisur stieg ich als 3. Frau aufs Rad und setzte mich bereits nach wenigen Kilometern an die Spitze und baute meinen Vorsprung über die 90Km lange Radstrecke mit über 1000Hm kontinuierlich aus.

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Marcel Hilger

Ich hatte richtig Freude beim Fahren und fühlte mich sehr gut. Erstmals kam ein Prototyp des Haero-Trinksystems zum Renneinsatz. Durch die Unebenheiten im Belags in den engen Ortschaften, löste sich leider die Halterung meines Trinksystems. Ich bangte um dessen Verbleib an meinem Rad, bzw. befürchtete ich, dass es sich kontinuierlich in Richtung des Vorderrads absetzt. So fuhr ich ab der Hälfte der Radstrecke stets mit einer Hand am Trinksystem, um dessen Absturz zu vermeiden. Dies führte letztlich dazu, dass meine zweite Hälfte von den Wattwerten etwas abfiel. Dennoch konnte ich auf eine starke Radfahrerin wie Yvonne van Vlerken fast 9 Min herausfahren. Beim Abstieg in der zweiten Wechselzone konnte ich, die mir zugerufene Zeit, kaum glauben. Die Umsetzung der Optimierungsvorschläge aus dem Windkanaltest mit Swiss Side scheinen sich bemerkbar gemacht zu haben.

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Marcel Hilger

Ich wechselte zuversichtlich in die Laufschuhe und machte mich auf den Weg, um die 21,2 Km lange Strecke, gespickt mit knackigen 120Hm, zu absolvieren.

Die Temperaturen waren mittlerweile auf über 30 Grad geklettert und ich wusste, dass ich nun alles tun musste, um mich gut zu verpflegen, mich zu kühlen und ein kontrolliertes Tempo zu laufen.

Die Stimmung an der Strecke war genial, so viele bekannte Gesichter, die mich anfeuerten und mir meinen Lauf über die drei Runden sehr kurzweilig gestalteten und mich motivierten Gas zu geben! Die Helfer leisteten einen tollen Job; es gab an allen Verpflegungsstationen ausreichend Trinken und Schwämme zum Kühlen. Eimal mehr ist mir eure Leistung bewusst geworden, vielen Dank!

Der Moment auf die Finishline abzubiegen und dieses tolle Rennen tatsächlich für mich entschieden zu haben, war genial und lässt sich mit nur einem Wort beschreiben: GÄNSEHAUT!

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Marcel Hilger

Der Frühjahrhattrick ist mir tatsächlich geglückt und ich konnte mein drittes 70.3 Rennen in Folge mit 12Minuten Vorsprung gewinnen.

Meine Glückwünsche gehen an Yvonne van Vlerken, die starke zweite wurde und an Lena Berlinger, die erstmals den Sprung auf ein 70.3 Podest geschafft hat, was mich sehr für sie freut!

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Marcel Hilger

Aktuell befinde ich mich durch die Resultate der vergangenen Wochen auf Platz 3 der 70.3 Weltrangliste. Darauf bin ich stolz und musste es natürlich fotografisch für Euch festhalten. :-)IMG_2895

Bis zum nächsten Rennen!

Eure Laura

 

Hier findet ihr noch eine kleine Auswahl an Berichten über das Rennen am vergangenen Wochenende:

TV-Reportage von Tri-Mag: http://tri-mag.de/szene/tv-reportage-vom-ironman-703-kraichgau-141747

Tri-Mag Zusammenfassung des Damen Rennens: http://tri-mag.de/szene/laura-philipp-zum-triple-141701

Tri- Mag Post Race Interview: http://tri-mag.de/szene/stark-rad-fahren-entspannt-laufen-141699

Tri-Mag Pre Race Interview: http://tri-mag.de/szene/schwung-letzten-rennen-mitnehmen-141659

Tri2b Interview Post Race: http://www.tri2b.com/magazin/interviews/detail/interview/laura-philipp-meine-offene-rechnung-mit-dem-kraichgau-ist-beglichen/

TriathlonWorld: http://www.tri2b.com/magazin/interviews/detail/interview/laura-philipp-meine-offene-rechnung-mit-dem-kraichgau-ist-beglichen/

Tri-Time Magazin: http://www.tritime-magazin.de/2017/06/kraichgau-kienle-philipp/

Runnersworld: http://www.runnersworld.de/triathlon/sebastian-kienle-dominiert-heimrennen.481908.htm

WitsUp: http://www.witsup.com/witsup-last-weekend-challenge-herning-challenge-venice-70-3-kraichgau-70-3-switzerland/

Zwei Siege in 8 Tagen

Ich freue mich sehr, mit zwei Siegen in meine neue Saison zu starten.

Die Ironman 70.3 Rennen auf Mallorca und in St.Pölten hätten unterschiedlicher nicht sein können, dennoch gelang es mir, beide mit großem Vorsprung für mich zu entscheiden.

Der 70.3 auf Mallorca war wie schon in den vergangen Jahren die Eröffnung der europäischen Triathlonsaison und dementsprechend hochkarätig besetzt. Im Gegensatz zum Regenrennen des Vorjahres war der Renntag von Sonnenschein und starkem Wind geprägt.

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Marcel Hilger

Die Arbeit, die ich im Winter ins Schwimmen investiert habe, hat sich nun erstmals ausgezahlt und so kam ich als 3. Frau aus dem Wasser. Der geringe Abstand von nur 1:15 min auf die Weltklasse-Athletin Lisa Norden macht mich sehr stolz und brachte mich von Beginn an in eine gute Ausgangsposition. So konnte ich bereits nach einigen Kilometern auf dem Rad die Führung übernehmen und diese auf den Anstiegen und technischen Abfahrten des Tramuntana Gebirges kontinuierlich ausbauen. Mein Vorhaben war es, besonders den beiden BMC-Etixx Athletinnen Emma Pallant und Amelia Watkinson, alles abzuverlangen, damit auch sie nicht mehr allzu frisch auf die Laufstrecke wechseln würden.

Der Plan ging auf und so hatte ich nach den 90Km ein Polster von einigen Minuten herausgefahren. Ich versuchte nun, mit einem kontrollierten Lauf meinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Dass ich am Ende sogar mit 5 Minuten Vorsprung siegte, konnte ich selbst kaum glauben. Zweite Frau wurde die Britin Emma Pallant (GB), die zwei Wochen vorher noch imposant Daniela Ryf auf Gran Canaria geschlagen hat und 3. ihre Teamkollegin Amelia Watkinson(NZL).

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Marcel Hilger

Am Tag nach dem Rennen durfte ich noch ein Shooting für meinen Partner Castelli absolvieren und lernte ganz neue Ecken meiner Lieblingsinsel Mallorca kennen.

Von Mallorca ging es für mich direkt weiter nach St.Pölten. Dort stand für mich nur 8 Tage später der Ironman 70.3 St.Pölten an, den ich im Vorjahr ebenso gewann. Der geringe Abstand zwischen den beiden Rennen bereitete mir etwas Sorge, da ich nicht wusste, ob ich ausreichend erholt an den Start gehen würde.

Ich versuchte mich jedoch, durch gute Ernährung und leichte Bewegung optimal zu erholen und je näher der Renntag kam, desto mehr fühlte ich mich bereit, erneut ein gutes Rennen abliefern zu können.

St.Pölten zeigte sich in den Tagen vor dem Rennen wettertechnisch noch von seiner sommerlichen Seite. Je näher das Rennen rückte, desto schlechter wurde das Wetter. Der Renntag war so dann leider durch extremen Regen und Kälte geprägt und stellte uns Athleten, aber auch Zuschauer und Organisatoren auf die Probe.

Aus der Vergangenheit wusste ich, dass ich mit diesen Bedingungen zurechtkomme, deshalb freute ich mich dennoch auf das Rennen. So konnte ich hochmotiviert erneut eine sehr gute Schwimmleistung abrufen und stieg als 1. Frau aus dem See. Diese perfekte Ausgangslage nutzte ich beim Radfahren, um dem Rennen meinen Stempel aufzudrücken. Es gelang mir erneut einen guten, mehrminütigen Abstand auf meine Verfolgerinnen herauszufahren, obwohl mir die Kälte stark zusetzte und ich etwas unterkühlt die zweite Wechselzone erreichte.

Da ich diesmal sowohl mein Trainer als auch ein Support-Team von Erdinger-Alkoholfrei mitgereist  waren, wurde ich jederzeit bestens über meinen Vorsprung informiert und konnte mir meine Kräfte beim abschließenden Lauf gut einteilen.

Nachdem meine Füße nach einigen Kilometern wieder aufgetaut waren, kam ich in einen guten Rhythmus und lief mit 1:20:00 noch den schnellsten Halbmarathon des Tages. Mit fast 10 Minuten Vorsprung konnte meinen Titel verteidigen.

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Marcel Hilger

Das ist ein unglaublich schönes Gefühl und eine Leistung auf die ich sehr stolz bin.
Vielen Dank für eure starke Unterstützung, ob an der Strecke oder zuhause vor dem Bildschirm! Ich bin nun richtig heiß auf die nächsten Rennen im Juni:

Ironman 70.3 im Kraichgau 11.Juni ’17 und Challenge Heilbronn am 18.Juni ’17.

Nach dem Rennen in St.Pölten durfte ich noch ein Shooting für meinen Sponsor CEP im wunderschönen Fuschl am See gemeinsam mit meinem Teamkollegen Nils Frommhold absolvieren. Wir hatten trotz müder Beine viel Spaß und ich bin gespannt auf die Bilder.

Zwei sehr ereignisreiche und anstrengende Wochen liegen nun hinter mir und ich genieße bis zu meinem nächsten Rennen erstmal ein paar ruhige Tage zuhause.

Bis bald,

Eure Laura

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Marcel Hilger

Hier eine kleine Auswahl spannender Berichte zu den beiden Rennen:

ORF :http://tvthek.orf.at/profile/Sport-20/2642577/Sport-20/13931059/Regen-als-Gegner-beim-Ironman-St-Poelten/14054800

Tri-Mag (Video) :http://tri-mag.de/szene/fuehrung-gegangen-und-nicht-mehr-umgedreht-141371

http://tri-mag.de/szene/reportage-vom-ironman-703-mallorca-141405

http://tri-mag.de/szene/allen-drei-disziplinen-stark-verbessert-141351

Slow-twitch http://www.slowtwitch.com/News/McNamee_Philipp_win_Mallorca_70.3_6358.html

Witsup http://www.witsup.com/witsup-last-weekend-70-3-mallorca-70-3-pays-daix/

runnersworld :http://www.runnersworld.de/triathlon/laura-philipp-verteidigt-sieg-auf-mallorca.478790.htm

1.Platz beim Frankfurt Halbmarathon

Nach dem Rennen in Dubai ging für mich nach ein Paar lockeren Tagen der Formaufbau für die neue Saison los. Ein wichtiger Baustein hierfür war ein 2,5 wöchiger Aufenthalt im Club La Santa auf Lanzarote.

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Dort konnte ich gemeinsam mit meinen Team Erdinger Alkoholfrei Kollegen viele wertvolle Kilometer in allen drei Disziplinen sammeln. Da ich bisher noch nie auf Lanzarote war, war es super schön, die vielen neuen Strecken zu erkunden. Dadurch vergingen die meisten Einheiten wie im Flug. Der Anstieg nach Tabayesco und die Feuerberge gefielen mir besonders gut und so fuhr ich dort einige meiner harten Intervalleinheiten. Von diesen gab es diesmal einige. So dass die Jungs und ich unserem Trainer Philipp Seipp liebevoll den Spitznamen „der Schleifer“ gaben. Geschliffen haben wir uns an einigen Tagen wirklich gefühlt, aber Philipp hat es mal wieder super gestaltet, das Be-und Entlastungstage genau im richtigen Verhältnis standen. So konnte ich alle Einheiten optimal durchziehen und das Maximum aus meinem Aufenthalt auf den Kanaren herausholen.

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Ein Dank geht an dieser Stelle unbedingt an meine zwei Leidensgenossen Flo Angert und Julian Erhardt („die Jungs“), die immer für ordentlich Gas gesorgt haben und mir das ein oder andere Mal hinter ihren breiten Schultern wertvollen Windschatten spendeten. :-)

Nach meiner Rückkehr war ich erstmal ordentlich müde. Glücklicherweise standen nun jedoch auch erstmal ein Paar erholsame Tage an. Die Ruhe war jedoch nur bis zum Wochenende geplant, denn da wollte ich für meinen Partner Mainova beim Frankfurt Halbmarathon starten.

Es war schon lange ein Wunsch von mir, mal einen schnellen Halbmarathon zu laufen, ohne vorher geschwommen oder radgefahren zu sein.

Meine Erwartungen für diesen Lauf waren wegen der Müdigkeit durch die Trainingswochen auf Lanzarote jedoch nicht allzu groß. Ich begab mich dennoch mit Vorfreude an den Start und wollte mich einfach überraschen lassen, was der „Tank“ aktuell so hergibt und den Lauf als schnelle Trainingseinheit nutzen.

Das Wetter war optimal, schön kühl, aber sonnig. Ich hatte vom Start weg richtig Lust zu laufen und fand einen guten Rhythmus. Dank ein paar schnellen Jungs hatte ich eine super Gruppe, in welcher ich mich auch in einigen Gegenwindpassagen teilweise „verstecken“ konnte.

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Über meine 10Km Durchgangszeit von 35:50 freute ich mich sehr. Sie beflügelte mich regelrecht und da ich mich super fühlte versuchte ich das Tempo weiter zu laufen und an den Jungs „dran“ zu bleiben. Das Tempo war teilweise recht unrhytmisch; manchmal zeigte die Uhr eine 3:20er Pace und ich begann mir Sorgen zu machen, teilweise war es aber auch eine 3:40 er Pace und ich konnte mich wieder etwas „erholen“. Insgesamt bin ich über die 21,1Km ein 3:35er Tempo/Km gelaufen und durfte mich über den Sieg und eine neue persönliche Bestzeit von 1:15:49 h freuen.

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Nach dem Rennen lief ich mich noch mit meinem Teamkollegen Nils Frommhold, der den Halbmarathon ebenfalls als schnelle Trainingseinheit nutzte, aus und hatte noch ein geselliges Treffen mit den Startern des Teams Mainova. Es war ein gelungener Formtest und ein schöner Sonntagsausflug nach Frankfurt.

Ende der Woche steht für mich nun mein nächster Leistungstest bei Trainings und Diagnostics in Zürich an. Dort werden mein Trainer und ich meine Form überprüfen und schauen, ob das Training von Lanzarote angeschlagen hat und sich alles nach unseren Vorstellungen entwickelt.

Die nächsten Wochen werden wir dann mit aktuellen Trainingsdaten weiter dem Formaufbau für mein nächstes großes Rennen, dem Ironman 70.3 auf Mallorca widmen. Dort möchte ich Anfang Mai versuchen, meinen Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen.

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Saison und freue mich, wenn ihr meinen Weg weiterhin verfolgt!
Schaut doch einfach mal bei Facebook oder Instagram vorbei, dort bekommt ihr regelmäßig Eindrücke aus meinem Trainings- und Wettkampfgeschehen.

Eure Laura

Ironman 70.3 Dubai

„Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten“

Ein 9. Platz war natürlich nicht das Ziel, das ich mir für mein erstes Rennen der neuen Saison gesetzt hatte. In einem Weltklasse-Feld und zu einem sehr frühen Zeitpunkt, kann dies jedoch trotz solider Leistung schnell passieren.

Meine Enttäuschung hält sich somit in Grenzen, ich sehe meine Leistung als gute Basis für eine erfolgreiche Saison 2017. In allen drei Disziplinen konnte ich solide abliefern und Leistungen erbringen, die ich letztes Jahr erst viel später erreichte.

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Das Experiment, ein Rennen ganz alleine aus dem europäischen Winter heraus zu bestreiten, bereichert mich um viele Erfahrungen, die im Training nur schwer zu simulieren sind.

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Neue Wege im Jahresaufbau führen in diesem Jahr dazu, dass die triathlonspezifischen Workouts erst ab Februar auf dem Plan stehen. Wie bereits in meinem letzten Blog erwähnt, galten die letzten Wochen und Monate dem Ziel, meine Maximalleistung weiter zu entwickeln. Die Diagnostik bestätigt diesen Weg, ab Mai muss er sich dann in der Praxis bewähren.

Ich freue mich nun auf mein Trainingslager auf den Kanaren, wo ich ab Mitte Februar mit meinen Kollegen vom Team Erdinger Alkoholfrei fleißig trainieren werde.

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Ich danke Euch allen fürs Daumendrücken und Mitfiebern von Zuhause aus.

Eure Laura

Neues Jahr -alte Ziele

Nach Weihnachten ging es für mich in mein erstes Trainingslager der Saison nach Palamós. Unter der spanischen Sonne, bei angenehmen Temperaturen und begleitet von starken Trainingspartnern konnte ich einige qualitativ hochwertige Kilometer in allen drei Disziplinen sammeln.

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In diesem Jahr starte ich früher in meine Saison als in der Vergangenheit. Aus Lust und einer Laune heraus, habe ich mich für den Ironman 70.3 in Dubai angemeldet. Dieses prestigeträchtige Rennen findet jedoch bereits in 8 Tagen statt (27.1.2017).

Trotz des näher kommenden Rennens hat mich mein Trainer Philipp Seipp bislang ausschließlich ruhige oder extrem kurze und schnelle Inhalte trainieren lassen. Unser Fokus lag darauf, meine VO2max und meine Maximalleistungen in allen Disziplinen zu verbessern. Dass uns dieses Vorhaben extrem gut gelungen ist, haben mir meine Leitungsdaten bei meiner letzten Diagnostik bei Trainings& Diagnostics in Zürich diese Woche gezeigt. Diese neu erworbenen Fähigkeiten werden mir für das Rennen in Dubai vermutlich noch nicht so viel bringen, da ich den renntypischen Pace bisher ausgelassen habe. Langfristig und im Hinblick auf die wichtigen Rennen der Saison, die ab Mai beginnen, dafür hoffentlich umso mehr. Somit sind meine Erwartungen für das Rennen in Dubai nicht sehr groß. Ich fühle mich dennoch stark und vor allem mental extrem fit. Ich bin bereit, alles zu geben. Wie ich mich in dem Top-Starterfeld damit platzieren kann, werden wir nächste Woche sehen.

Außerdem möchte ich diese Gelegenheit nutzen, euch Veränderungen oder auch Verlängerungen in meiner Zusammenarbeit mit meinen Sponsoren und Partnern zu verkünden.

Ich freue mich sehr, auch in den nächsten Jahren ein Teil des Erdinger Alkoholfrei Profiteams zu sein. Bereits seit 5 Jahren habe ich die Brauerei Erdinger Weißbräu als starken und zuverlässigen Partner an meiner Seite. Der unverkennbare blaue Wettkampfanzug brachte mir bereits den Spitznamen „blue girl“ ein.

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Ein weiterer enorm wichtiger Partner ist die Firma Haero Carbon. Vor zwei Jahren habe ich angefangen, die superleichten Lenker – made in Germany – an meinen Rädern zu fahren. Durch einen engen Austausch mit dem Inhaber Christoph Härer entstand letztes Jahr die Idee ein superleichtes Zeitfahrrad herauszubringen. Mit diesem Rad, dem HC.TT, bin ich 2016 bereits sehr erfolgreich unterwegs gewesen. Die Ingenieure der Firma basteln bereits wieder auf Hochtouren an neuen Entwicklungen, die das Rad noch einzigartiger machen werden. Vielen Dank an dieser Stelle für dieses spannende Projekt und das tolle Material.

Mein dritter großer Hauptsponsor wird auch in diesem Jahr die Firma LEICHT Küchen, aus dem schwäbischen Waldstetten, sein. Leicht produziert exklusive Designküchen und ist bereits seit 3 Jahren ein starker Partner an meiner Seite. Durch gemeinsame Laufprojekte mit einigen Mitarbeitern der Firma sind wir über die letzten Jahre auch sportlich zusammengewachsen.

Bei meinen Sponsor OSPA Schwimmbadtechnik durfte ich erfahren, dass eine Gegenstromanlage ein großer Benefit für uns Triathleten ist. OSPA baut weltweit luxuriöse Schwimmbäder, Gegenstromanlagen und entwickelte ein Filterverfahren, mit dem Wasser auf sehr schonende Art und Weise gereinigt und desinfiziert werden kann. Als Profisportlerin verbringe ich viele Stunden im Wasser und freue mich über solche Innovationen, die meine Gesundheit fördern. Mit dem gemeinsamen Projekt die PowerSwim – Gegenstromanlage weiterzuentwickeln, verbrachte ich spannende Einheiten im Wasser und bei gemeinsamen Gesprächen mit den Ingenieuren der Firma. Ich freue mich sehr, dass OSPA mich auch in diesem Jahr weiter unterstützt und ich meine Erfahrung als Profisportlerin weitergeben darf.

Die Regeneration ist für uns Sportler ein wichtiger Baustein zum sportlichen Erfolg. Durch die Firmen CEP und medi habe ich einen neuen Partner gefunden, der mich gezielt in diesem Bereich durch sein Wissen und seine Produkte unterstützt. Dabei setzt medi als deutsche Firma auf eigene Produktion in Bayreuth und hohe medizinische Standards. Ich bin sehr dankbar, einen solch kompetenten Partner an meiner Seite zu wissen!

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„We are proud to protect you“- diesem Werbespruch lässt mein Helm und Brillensponsor Uvex Taten folgen, in dem er mich auch in den nächsten Jahren schützen und unterstützen wird. In die Entwicklung neuer Produkte mit einbezogen zu werden, macht nicht nur Freude, es schweißt  auch Athlet und Firma zusammen. Durch eine optimale Passform und ein aerodynamisches Design macht Uvex mich in der zweiten Disziplin noch schneller, so dass ich sagen kann: I am proud to ride you!

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Durchdachtes Design und viel Erfahrung in Triathlon- und Radsport bringt mein neuer Bekleidungssponsor Castelli mit. Als Frau möchte ich nicht nur schnell sein, sondern auch gut aussehen. Dies zusammen ermöglicht mir die italienische Firma, in dem sie auch speziell für Frauen die optimale Passform sucht. Der Rennanzug ist einer der schnellsten auf dem Markt und voglio essere veloce – ich will schnell sein!

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Diese starken Partner ermöglichen mir, meinen Sport professionell zu betreiben, worüber ich sehr dankbar bin. Zu meinem Erfolg tragen jedoch noch weitere Partner und Personen bei, die ich Euch in einem weiteren Blog demnächst ausführlicher vorstellen möchte.

Nun konzentriere ich mich jedoch so gut es geht auf mein kommendes Rennen, versuche entspannt zu bleiben und vor allem Spaß zu haben und mich auf ein kleines Abenteuer zu freuen! Bis zu meinem nächsten Blog könnt ihr mir bei Facebook und Instagram folgen und dort kleine Einblicke in meinen Alltag als Profitriathletin bekommen.

Eure Laura

BYE BYE 2016

Nun ist mein letztes Rennen, die Ironman 70.3 WM in Australien, schon fast 3 Monate her. Die Zeit ist wie im Flug vergangen, aber langweilig war mir zum Glück nie.

Nach der WM habe ich eine vierwöchige Saisonpause eigelegt. In dieser Zeit habe ich mich nach Lust und Laune bewegt und mal wieder Dinge getan, zu denen ich sonst kaum mehr komme. So habe ich mich mal wieder in die Kletterhalle gewagt, bin das erste Mal auf Skirollern gestanden und habe einige Trails mit dem MTB genossen. Alle diese Aktivitäten mache ich gerne, nur kommen sie häufig zu kurz. Außerdem kann mein Hund nun wieder ein paar Tricks mehr und einige Menschen haben mein Gesicht endlich mal wieder persönlich vor sich gehabt.

Obwohl die Zeit sehr kurzweilig war, stieg die Vorfreude auf das geregelte Training mit jedem Tag.

img_1048Seit Oktober bin ich wieder fleißig am trainieren. Mein Schwerpunkt liegt in der Winterzeit nochmal ganz klar auf der Verbesserung meiner Schwimmleistung. Bei diesem Vorhaben unterstützt mich Patrick Engel am Beckenrand, der viele meiner Einheiten begleitet. Dies ist eine Neuerung, weil ich bisher viel alleine trainiert habe und die mich bereits in den letzten Wochen nach vorne gebracht hat. Des Weiteren dienen die Wintermonate natürlich dem Grundlagentraining und dem Kraftaufbau, damit ich 2017 eine lange und erfolgreiche Saison haben kann.

Ich testete zudem einen ersten Okklusionsblock (Training unter verminderter Blutzufuhr in den Beinen oder Armen) im Krafttraining. Dieser zweiwöchige Block verlief mit recht viel Schmerzen, aber unter der professionellen Anleitung von Training und Diagnostics aus Zürich und meinem Trainer Philipp Seipp. Das Training war trotz der Strapazen erfolgreich, so kann ich bereits einen  Kraftzuwachs in meinen Beinen verbuchen. Diese Power will ich nun auf die Pedale und Laufschuhe übertragen.

Neben dem Training nutzte ich die Zeit auch für spannende Projekte mit meinen Partnern und den alljährlichen Austausch mit meinen Sponsoren. Was sich im Bereich meiner Sponsoren und Partner für das kommende Jahr verändert, werde ich euch im neuen Jahr an dieser Stelle berichten.

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Das Jahr 2016 war für mich das erfolgreichste Jahr meiner noch jungen Triathlonlaufbahn. Mit drei großen Mitteldistanz Siegen habe ich meine eigenen Erwartungen übertroffen. Mit Platz 3 bei der Ironman 70.3 EM und meiner ersten WM Teilnahme habe ich mich erfolgreich der internationalen Konkurrenz gestellt und wichtige Erfahrungen für meine Weiterentwicklung gesammelt.

Was die Zukunft bringen wird? Sehr viele Menschen sprechen mich auf mein Langdistanzdebüt an.

Ich sehe es zwar auch so, dass Deutschland dringend weiblichen Nachwuchs auf der Langdistanz benötigt, gleichzeitig sehe ich, dass die  Leistungen der Athletinnen, welche Rennen gewinnen, gestiegen sind. Um ein großes LD Rennen zu gewinnen, muss ich richtig schnell sein. Ein verfrühtes Debüt würde diese Entwicklung wohl nicht beschleunigen, eher verlangsamen oder sogar aufhalten.

Obwohl ich als MD Athletin deutlich weniger Aufmerksamkeit bekomme ( siehe auch meine letzte Kolumne im „Finisher Magazin“ – Go long or go home?), halte ich es für richtig, meinen Weg zu verfolgen und mein Potential vorerst auf kürzeren Strecken auszubauen. Somit wird die Geschwindigkeit erneut Vorrang in meinem Training- und Wettkampfplan erhalten.

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Ich möchte diesen Blog nutzen, um mich bei allen zu bedanken, die die Geduld und den Glauben an mich aufbringen und mich auf meinem Weg an die Weltspitze unterstützen und begleiten. Es begeistert mich immer wieder aufs Neue wie viele von euch mich bei den Wettkämpfen anfeuern, mir auf Facebook und Instagram folgen oder meine Homepage besuchen. Dafür danke ich euch von Herzen.

Ich kann mich glücklich schätzen starke, zuverlässige Sponsoren, ein tolles Support Team und den besten Trainer an meiner Seite zu haben. Ganz herzlichen Dank an Euch!

Euch allen wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches, gesundes und spannendes neues Jahr 2017!

Eure Laura

TOP 10 BEI MEINER ERSTEN WM

Einen Tag nach der 70.3 EM in Wiesbaden saß ich bereits im Flieger nach Australien, so hatte ich drei Wochen, um mich in Down Under auf die WM vorzubereiten. Der Plan war, nach einer regenerativen Eingewöhnungswoche eine letzte harte Trainingswoche folgen zu lassen, um die Form für die WM nochmals zuzuspitzen. Wir bereiteten uns besonders auf ein schnelles Schwimmen und Laufen vor. Die tollen Trainingsbedingungen in und um den Austragungsort der WM, Mooloolaba, eigneten sich bestens dafür und ich hatte eine harte, aber sehr schöne Zeit. Der australische, sehr entspannte Lifestyle und auch der frühe Start in den Tag, den einem die Locals vorleben, gefiel mir sofort und wurde von mir direkt kopiert.

Gutes Essen und noch besseren Kaffe findet man in Mooloolaba an jeder Ecke. Dieser glückliche Umstand ermöglichte es mir, mich vor, nach oder auch zwischen meinen Einheiten bestens zu verpflegen und mir einen Koffeinkick zu holen, wenn ich einen Boost brauchte.img_1195Jedes Schwimmbad ist in Australien komplett durchgeleint und im Straßenverkehr wird viel Rücksicht auf Radfahrer genommen. Läufer trifft man zu jeder beliebigen Zeit an der Promenade und am Strand und auch das angenehm temperierte Meer lud mich das ein oder andere Mal zu einer Freiwassereinheit ein. Ich fühlte mich wie im Triathlontrainingsparadies. Begeistert von den tollen Bedingungen, freute ich mich auf jeden Tag und jede Einheit, auch wenn mein Trainer die ein oder andere harte Einheit für mich bereit hielt. Ich genoß die Tage bis zu meiner ersten WM in vollen Zügen. Der Renntag kam stetig näher und Mooloolaba wurde immer mehr von Triathleten besiedelt, bis diese omnipräsent waren. Währenddessen reduzierte sich mein Trainingsumfang langsam und meine Nervosität stieg dagegen stetig an.img_0667An meine erste WM Teilnahme hatte ich im Vorfeld keine großen Erwartungen geknüpft. Natürlich wollte ich aber versuchen, das Beste aus mir heraus zu holen, um so zu sehen, wo ich in einem der stärksten Felder, die es jemals auf der 70.3 Distanz gab, lande.

Mir war klar, dass es ein sehr schnelles Schwimmen geben würde und dass es auf dem Rad vermutlich zu einer großen Gruppe kommen könnte, da die ersten 40Km flach auf einer Autobahn verlaufen und der Radkurs wenige selektive Passagen bereit hält. Mir war bewusst, dass diese Tatsache mir nicht unbedingt in die Karten spielt. Bereits im Vorfeld stellte ich mich mental auf einen für mich ungünstigen Rennverlauf ein und wusste, dass mich vermutlich ein einsames Rennen erwartet.dsc03478Am Renntag war das zuvor oft wellige Meer wunderbar ruhig und der Sonnenaufgang zauberte eine einzigartige Stimmung herbei. Ich hatte einen guten Start und konnte eine meiner besten Schwimmleistungen in diesem Jahr abrufen. Das dies dennoch bei weitem nicht für die Spitzengruppe reichte, war mir natürlich klar. So versuchte ich, wie so oft in diesem Jahr, meine Aufholjagd auf dem Rad zu starten. Anfangs konnte ich einige Athletinnen überholen und sehr gute Wattwerte fahren. Als mir am Wendepunkt auf der Autobahn jedoch eine circa 12 Frauen umfassende Gruppe entgegenkam, die sichtlich zu kurze Abstände fuhr, wusste ich, dass es für mich unmöglich werden würde meinen Rückstand auf der flachen Strecke aufzuholen. Ich versuchte, mich von nun an damit zu motivieren, den Rückstand wenigstens nicht weiter wachsen zu lassen. Da es auf der Radstrecke keinerlei Zeit- oder Platzierungsinformationen gab, musste ich mich vollends auf mein Gefühl und die Daten meines SRMs verlassen.14237725_852802188154165_381137597819088091_nLeider zeigte nach einiger Zeit genau dieses jedoch nicht mehr die Werte an, die ich im Vorfeld anvisiert hatte. Seit langer Zeit erlebte ich erstmals, wie sich ein richtig schlechter Radtag anfühlt. Im Kampf um die Wattwerte, gegen die muskuläre Ermüdung und zunehmenden Gegenwind war es eine große Herausforderung, mental nicht in eine negative Spirale zu geraten, sondern weiter zu pushen und den Glauben an eine gute Rennleistung nicht zu verlieren.

Kurz vor T2 bekam ich durch meinen Trainer Philipp Seipp dann endlich den ersten Split und Informationen über meinen Rückstand. Überraschenderweise war mein Rückstand einigermaßen gleich geblieben und ich wechselte motiviert in meine Laufschuhe. Der erste KM der Laufstrecke ging erstmal kontinuierlich einen langen Anstieg hinauf und danach wieder in einer langen Geraden bergab. Ich konzentrierte mich erstmal darauf, meinen Rhythmus zu finden, konnte jedoch in der Ferne bereits die ersten Damen vor mir erspähen. So startete ich mit der zweitschnellsten Halbmarathonzeit des Tages eine Aufholjagd, die mich von Platz 14 auf Platz 7 vorlaufen lies. Im Ziel fehlten nur wenige Sekunden auf Platz 6 und 5, welche von den Weltklasseathletinnen Annabel Luxford und Caroline Steffen belegt wurden.

Auf meine Platzierung in diesem Feld und auch auf meinen Kämpfergeist bin ich rückblickend sehr stolz. Als ich im Anschluss einige meiner Konkurrentinnen über das „blue girl“  ( bezogen auf meinen blauen Rennanzug) reden hörte, wusste ich, dass sich meine Reise nach Australien gelohnt hat und ich eine kleine internationale Duftmarke hinterlassen konnte. Zwei Tage nach dem Rennen stieg ich wieder in den Flieger zurück nach Deutschland und freute mich sehr, hier von schönstem Sommerwetter begrüßt zu werden.

Für mich ist dennoch die Zeit gekommen, um Körper und Geist Zeit für eine Pause und zur Regeneration zu geben. Meine Saison startete bereits Anfang April und insgesamt habe ich sieben Mitteldistanzen absolviert, von denen ich drei in Folge gewinnen konnte.

Ich blicke somit auf meine bislang erfolgreichste Saison zurück und freue mich darüber, weder körperlich noch mental ausgelaugt zu sein und mich eigentlich noch sehr frisch zu fühlen. Dennoch entscheide ich mich für die frühe Pause, damit ich wieder früh mit meinem Saisonaufbau beginnen kann, da wir dies bereits im letzten Jahr so machten und dies sicher der Grundstein für meine diesjährigen Leistungen war.img_0674Ich möchte mich auf diesem Wege bei meinen Sponsoren und Partnern, meinem Trainer, meiner Familie, meinen Freunden und allen, die mich unterstützen sehr herzlich bedanken, denn ohne Euch wäre die volle Konzentration auf den Sport und die damit verbundenen Erfolge nicht möglich.

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Restsaison und im Anschluss eine verdiente Pause, in der ihr neue Kraft tanken könnt!

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wenn es bei mir wieder losgeht.

Bis bald!
Eure Laura